Presseartikel

22. Juni 2017

Pressestimmen zur Abriß-Genehmigung auf der Nikolai-Insel

lesen

HamburgerAbendblatt

20170622_CoBa_HHAb_set50

Hamburger Abendblatt – 22.06.2017


welt

20170622_welt-de_CoBa

welt. de – 22.06.2017


thomas-daily

20170622_thomas-daily-de_CoBa

thomas-daily.de – 22.06.2017


mopo-logo

20170621_mopo-de_CoBa

mopo.de – 21.06.2017

 

28. November 2016

Müller mietet am Scharn

lesen

Minden. Nachdem das geplante Shoppingcenter in Minden nicht gebaut wird, entstehen zunehmend neue Gewerbeimmobilien in der Innenstadt. Eine davon ist das Geschäftshaus am Scharn.

Die Drogeriemarktkette Müller hat einen langfristigen Mietvertrag für das projektierte Geschäftshaus am Scharn im ostwestfälischen Minden unterschrieben. Mit dem Kontrakt über 2.450 m² ist der Ankermieter gefunden. Anfang November wurde zudem das Schlüsselgrundstück für das Vorhaben erworben.

Darüber hinaus ist Procom Invest als Investor in das Vorhaben eingestiegen. Der Hamburger Projektentwickler setzt das Projekt in Partnerschaft mit Maßmann & Co. Handelsimmobilien um, die bereits die Projektgrundstücke akquiriert und die politischen Beschlüsse herbeigeführt haben. Neben Drogeriemarkt Müller gibt es noch Platz für drei weitere Handelsmieter mit Flächen zwischen 70 m² und knapp 400 m². Die rund 1.000 m² Bürofläche in dem Vorhaben hat die Stadt Minden selbst angemietet. Baustart soll Ende 2017 sein, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2019 geplant. Das Investitionsvolumen liegt bei über 17 Mio. Euro.

Ende 2015 hatte der Mindener Rat Forderungen nach der Realisierung einer Shoppingcenter-Entwicklung am Scharn abgelehnt. Zuvor war bereits das ECE-Projekt Wesertorgalerie auf dem Areal am Wesertor geplatzt. Dort will ein Konsortium aus Fokus Development, Duisburg, und der Hellmich-Gruppe, Dinslaken, ein Einzelhandelsgebäude auf dem Grundstück des ehemaligen Hertie-Warenhauses errichten. Die revitalisierte Immobilie wird eine Mietfläche von ca. 12.000 m² haben, davon entfallen ca. 8.000 m² auf die Einzelhandelsnutzung. Hinzu kommen etwa 230 Pkw-Stellplätze.

Die Kaufkraftkennziffer von Minden liegt bei 99, also ganz knapp unter dem bundesdeutschen Schnitt (100). Dafür ist aber die Mindener Zentralitätskennziffer mit 114 durchaus ordentlich. Sie gibt an, wie viel Handelsumsatz eine Stadt aus dem Umland binden kann. thk

minden

Mit dem Drogeriemarkt Müller hat sich der Ankermieter für das projektierte Geschäftshaus am Scharn gefunden. (Bild: Procom Invest)

Immobilien Zeitung/24.11.2016/AUS IZ47/2016, S.20 von Thorsten Karl

1. Juli 2016

Spatenstich für das Halveraner Fachmarktzentrum

lesen

96 Prozent der Flächen sind bereits vermietet

Spatenstich1

Halver - Mehr als 20 Millionen Euro investiert die Hamburger Prokom GmbH auf dem früheren Bahngelände. Im Spätsommer kommenden Jahres soll dort das neue Fachmarktzentrum in Betrieb gehen. Der symbolische Spatenstich am Mittwochvormittag stand für den Baustart von Halvers Zukunftsprojekt.

 

Einige Zahlen machen die Dimensionen deutlich:

– Etwa 30.000 Quadratmeter Fläche stehen für das neue Zentrum zur Verfügung

– 11.400 Quadratmeter Nutzfläche werden in vier eigenen Baukörpern entstehen

– 293 Stellplätze für Pkw werden geschaffen mit einer Breite von 2,75 Metern

– Der Investor rechnet mit etwa 150 Arbeitsplätzen in Voll- und in Teilzeit. Etwa ein Drittel davon entsteht allein beim größten Ankermieter, dem Vollsortimenter Kaufland.

Spatenstich2

Von links Bastian Hämmerle, Markus Tempelmann, Michael Brosch, Dirk Heesen (Aldi) und Jonas Lensing (Kaufland).

Ergänzende Angebote

So soll es aussehen. Vier Gebäude und 293 Stellplätze entstehen auf dem Bahngelände. Angestrebt wird der Bezug im Spätsommer kommenden Jahres.
So soll es aussehen. Vier Gebäude und 293 Stellplätze entstehen auf dem Bahngelände. Angestrebt wird der Bezug im Spätsommer kommenden Jahres.

Auf die grundsätzliche Bedeutung des Vorhabens kam Bürgermeister Michael Brosch zu sprechen. Halver sei Schulstadt, biete attraktive Gewerbebetriebe und habe einen hohen Freizeitwert. Mit dem Fachmarktzentrum gelinge es nun, fehlende Angebote zu ergänzen. Mit der Festlegung der Sortimente und Mindestgrößen habe die Stadt dabei versucht, den vorhandenen Einzelhandel insbesondere an der Frankfurter Straße nicht unter Druck zu bringen.

Einkaufszentrum als Antwort auf abfließende Kaufkraft

Das neue Einkaufszentrum sehe er als Antwort auf das Problem, dass bislang ein Drittel der Kaufkraft Halvers nach auswärts abfließe. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern der Verwaltung, insbesondere Tempelmann als „Motor des Projekts“ sowie den Baufachleuten wie Michael Schmidt und Peter Kaczor. Und er erinnerte auch an seinen Vorgänger Dr. Bernd Eicker, der das Vorhaben stets „als wichtigstes Projekt seiner Amtszeit“ bezeichnet habe.

Ganz aus dem Rennen ist die Stadt Halver am Bahnhof nicht, wenn die Franzengroup die Bahnhofs-Baustelle übernimmt. Westlich angrenzend ist in städtischer Regie ein kleineres Baugebiet für Geschosswohnungsbau vorgesehen. „Das sind Wohnungen, die in Halver benötigt werden, barrierefrei und in direkter Nähe zur Infrastruktur“, sagte Brosch.

© Come-on, Mittwoch, 29.06.2016, Florian Hesse

1. Juli 2016

Erster Spatenstich für 20 Millionen-Euro-Investition

lesen

Auf dem ehemaligen Halveraner Bahnhofsgelände entsteht ein neues Fachmarktzentrum

Spatenstich1

Bastian Hämmerle, Markus Tempelmann, Michael Brosch, Dirk Heesen und Jonas Lensing gaben mit dem ersten Spatenstich den Startschuss für das Fachmarktzentrum auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände. Foto: Wolfgang Teipel

 

Halver. Bastian Hämmerle, Prokurist der Hamburger Procom Invest GmbH & Co. KG, ging’s gepflegt hanseatisch an. „Nu geit dat los!“ Dann griffen er, Bürgermeister Michael Brosch, Kämmerer Markus Tempelmann, Jonas Lensing von „Kaufland“ und Dirk Heesen von der Aldi-Immobilienverwaltung zum Werkzeug. Mit dem symbolischen Spatenstich gaben sie den Weg für die lang erwartete Bebauung des Bahnhofsgeländes frei.

Nur noch drei Ladeneinheiten frei

Kein leichter Brocken für die bundesweit tätigen Hamburger Investoren. Immerhin fließen rund 20 Millionen Euro in die Errichtung des neuen Halveraner Fachmarkt-Zentrums. Die aktuellen Voraussetzungen stimmt Bastian Hämmerle aber zuversichtlich. Nahezu 96 Prozent der Brutto-Grundfläche von 11.400 Quadratmeter seien bereits vermietet. Es stünden lediglich noch drei Ladeneinheiten mit Flächen von 50 bis 245 Quadratmeter zu Anmietung zur Verfügung.

spatenstich 2

Die Abbrucharbeiten am alten Baumarkt laufen auf Hochtouren. Foto: Wolfgang Teipel

„Im Spätsommer nächsten Jahres sehen wir uns zur Eröffnung wieder“, kündigte er an. Mit der Franzen-Gruppe habe die Procom Invest einen zuverlässigen Partner für die Errichtung von Gewerbe- und Handelsimmobilien gefunden. Er wünschte dem Oberhausener Unternehmen vor allem eine „unfallfreie Baustelle“.

Kaufkraft wird gebunden

Bürgermeister Michael Brosch ist sicher, dass das Fachmarktzentrum die Stadt bereichern und den Halveranern lang ersehnte Einkaufsmöglichkeiten bieten wird. „Wir sehen, dass zurzeit etwa ein Drittel unserer Kaufkraft in Nachbarstädte abfließt.“ Das dürfte sich nach Meinung des Rathaus-Chefs bald ändern. Er geht auch davon aus, dass das Fachmarktzentrum zu einer Belebung des Handels insgesamt beitragen wird. Er glaubt nicht, dass Geschäfte an der Frankfurter Straße unter dem neuen Angebot leiden werden. Sein Dank ging an die großen Mieter Aldi, Kaufland, und Rossmann sowie an Kämmerer Markus Tempelmann. „Er war sozusagen der Motor des Ganzen“, sagte Michael Brosch. Zudem erinnerte er an seinen Vorgänger Dr. Bernd Eicker. „Er hat die wichtigen Vorarbeiten geleistet und dieses Projekt als eins der wichtigsten für Halver eingestuft.“

Rund 150 neue Arbeitsplätze

Neben den Ankermietern sollen im Segment Mode unter anderem Mister Lady, Jeans Fritz und Takko für ein attraktives Textilsortiment und trendige Accessoires sorgen. Haushaltswaren von Kodi, Deichmann als Marktführer im europäischen Schuhhandel sowie gastronomische Einrichtungen und einkaufsnahe Dienstleistungen werden das Angebot im Fachmarktzentrum abrunden.

Bastian Hämmerle von Procom Invest geht auch von einem nachhaltigen Effekt für den Arbeitsmarkt aus. „Nach ersten Schätzungen werden im neuen Fachmarktzentrum circa 150 neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagte er.

Spatenstich 3

Das neue Fachmarktzentrum entsteht auf einer Brutto-Grundfläche von 11.400 Quadratmetern. Grafik: Procom Invest

© guten-tach, Mittwoch, 29.06.2016

6. April 2016

Ballett der Baumaschinen

lesen

Fachmarktzentrum am Neuen Markplatz Ballett der Baumaschinen

Spannender als Fernsehen – auf jeden Fall vor 20.15 Uhr: Von morgens bis abends stehen Passanten am Bauzaun der Großbaustelle am Neuen Marktplatz. Die Vorbereitung der Fachmarkt-Anlage hinterlässt tiefe Spuren.

map_Grossbaustelle_0_4c

Berge von Schutt und Erde zeigen, dass die Arbeiter gut unterwegs sind, um die Grundlage für den Edeka- und den Fachmarkt zu schaffen.

 

Usingen. 

Nach Feierabend stellen die Bauarbeiter die fünf roten und orangefarbenen Bagger wie in einer Parade in Reih und Glied nebeneinander auf. Eine wirklich imposante Armada von PS-strotzenden Baufahrzeugen hat die Usinger Baufirma Moses auf dem Neuen Marktplatz aufgefahren.

Die Baggerschaufeln haben in den zurückliegenden Wochen bereits ganze Arbeit geleistet. Alleine auf dem Areal des einstigen Autohauses Pfuhl und auf dem gesamten angrenzenden Grundstück wurden 500 Kubikmeter Bauschutt bewegt. „Dafür hatten wir mit dem Regierungspräsidium Wiesbaden ein abgestimmtes Abbruchkonzept ausgearbeitet“, sagte Felix Kasten vom Investor Procom.

Alle nicht wieder verwendbare Materialien wie Asbest, Holz, Dachpappen, Metall sowie die verunreinigten Böden sind entsprechend eines eigens erstellten Entsorgungskonzepts auf entsprechende Deponien gefahren worden. Der Beton und die Ziegelsteine wurden an Ort und Stelle geschreddert. Diese ehemalige Tragschicht wurde zu einem großen Stein- und Schutthaufen aufgeschüttet. Später wird das Material dort wieder eingebaut, wo man Füllmaterial benötigt. Gleiches gilt für den Asphalt und die Pflastersteine, die auf dem Areal des einstigen Busbahnhofs sowie des angrenzenden Parkplatzes abgetragen wurden.

 

Staukanal wird benötigt

„Nach Abschluss der Abbrucharbeiten und der notwendigen Bodensanierung wird das Grundstück wieder rund eineinhalb Meter aufgefüllt. Hier wird später der neue Edeka-Parkplatz entstehen“, erläutert Kasten. „Im Bereich des ehemaligen Parkplatzes und des Busbahnhofs wird ab Mitte Mai der Edeka-Markt gebaut.“

Doch zuvor finden noch umfassende Tiefbauarbeiten statt, weil im Erdreich dieses Baufeldes ein wichtiger Mischwasserkanal der Stadt verläuft. Bevor die eigentlichen Bauarbeiten für den Edeka-Markt beginnen, muss dieser Kanal verlegt werden. Die dafür benötigten Rohre sind zum Teil ebenso schon angeliefert worden, wie die wuchtigen Rohre mit eineinhalb Meter Durchmesser, für den ebenfalls noch zu bauenden, 30 Meter langen Staukanal. „Große Teile des später anfallenden Regenwassers werden darin gesammelt und mit einer von der Wasserbehörde vorgegebenen Menge in den Stockheimer Bach eingeleitet“, schildert Kasten.

Auf dem Hanggrundstück, auf dem später das Fachmarktzentrum entsteht, ist der Mutterboden bereits abgetragen. Auf der so entstandenen Arbeitsfläche wird eine drei Meter hohe Stützwand aus rund siebeneinhalb Meter langen Stahlträgern errichtet. Das Gelände muss in Teilen bis zu sechs Meter abgetragen werden.

Insgesamt fallen dabei 10 000 Kubikmeter Boden an. Zum Teil wird das Erdreich im Bereich des künftigen Großparkplatzes wieder eingebaut, zum Großteil aber zu Deponien oder zu anderen Großbaustellen abgefahren. „Hier werden wir ab Juni mit den Fundamenten für das Fachmarktzentrum beginnen“, sagt Kasten.

Aktuell sind bei den Tiefbauarbeiten bis zu 30 Arbeitskräfte beschäftigt. Bei den Hoch- und Ausbauarbeiten werden es dann sogar bis zu 80 sein. Das gesamte Baufeld wird nach Angaben von Procom bis zum Abschluss der gesamten Baumaßnahme abgesperrt bleiben. Aus Sicherheitsgründen sei eine Nutzung der Fläche für Fußgänger oder Radler natürlich nicht möglich.

© taunus-zeitung, Mittwoch, 06.04.2016 von MATTHIAS PIEREN

1. März 2016

Commerzbank-Areal: Wird der Denkmalschutz ausgehebelt?

lesen

Filetgrundstück der Commerzbank ist an die Procom Invest verkauft worden. Deren Abrisspläne stoßen auf wenig Widerstand.

160229commerzbank063-080

Foto: Roland Magunia / HA

Hamburg. Startschuss für die Entwicklung eines der begehrtesten Flächen in der Innenstadt: Das Commerzbank-Areal am Neß wurde an den Hamburger Projektentwickler Procom Invest und deren Partner OFB Projektentwicklung mit Sitz in Frankfurt verkauft. Der Kaufvertrag wurde am Montag unterzeichnet. Dem Vernehmen nach soll der Kaufpreis für die Commerzbank-Zen­trale, an dessen Aushandlung der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL) beteiligt war, bestehend aus einem unter Denkmalschutz stehenden Hochhaus und einem Altbau, mehr als 70 Millionen Euro betragen haben.

Diese Investition macht aus Ansicht von Immobilienexperten nur Sinn, wenn die Gebäude abgerissen werden. Das ist trotz Denkmalschutz möglich, wenn ein Erhalt „wirtschaftlich nicht zumutbar“ ist. Entsprechende Planungen bestätigte auf Abendblatt-Anfrage Procom-Invest-Geschäftsführer Dennis Barth: „Wir wollen das Commerzbank Areal neu entwickeln und dazu gehört auch der Abriss der beiden Gebäude. Natürlich wird dieser Prozess in enger Abstimmung mit dem Bezirk und der Politik erfolgen.“ Der Investor ist also scheinbar sehr sicher, dass er die Genehmigung erhalten wird.

Es gebe mehrere Optionen, wie die Fläche genutzt werden könnte, so Barth. So sei der Standort geeignet für eine Bebauung mit Büros und auch sehr attraktiv für ein Hotelprojekt. Auch Wohnungsbau sei denkbar, so Barth weiter. Die Bezirkspolitik in Hamburg-Mitte hat für den Standort bereits konkrete Vorstellungen: Sie möchte an dieser Stelle Wohnungen, und zwar möglichst öffentlich gefördert. Das bestätigten die rot-grünen Regierungsfraktionen dem Abendblatt.

Dass es sich bei dem einen Gebäude um ein anerkanntes Denkmal und bei dem anderen um einen Altbau handelt, der nicht nur vom Denkmalverein als stadtbildprägend und damit als unbedingt erhaltenswert wahrgenommen wird, spielt bei dem Vorhaben offenbar keine Rolle. Entsprechend verärgert reagiert Helmuth Barth vom Denkmalverein auf die Planungen. „Hier geht es um den Kern der Altstadt“, sagt er. „Da kann man nicht einen beliebigen Klotz hinstellen.“ Der Commerzbank-Altbau bildet mit dem Gebäude der Patriotischen Gesellschaft, dem Globus-Hof und dem Laeiszhof am Nikolaifleet ein stadtbildprägendes Ensemble. „Auch städtebauliche Belange müssen laut Denkmalschutzgesetz berücksichtigt werden. Das steht gleich in Paragraf Eins“, so Barth. Er habe nie verstanden, warum das Denkmalschutzamt nicht den Altbau, sondern das Hochhaus unter Schutz gestellt habe.

Am Erhalt beider Häuser scheint kaum einer interessiert zu sein

Auch die Politik möchte sich nicht ohne Weiteres von den beiden Gebäuden verabschieden. Es müsse „auf jeden Fall geprüft werden, ob der Altbau nicht zu Wohnraum umgewandelt werden kann“, findet Michael Osterburg, Fraktionschef der Grünen in Mitte. Die Angaben des Investors, die Höhe der einzelnen Stockwerke und der Belichtungszustand ließen an dieser Stelle keinen Wohnungsbau zu, müssten überprüft werden. Dennoch: Einen Erhalt des historischen Gebäudes könne die Bezirkspolitik nicht durchsetzen. „Wir können nur beim Neubau verhandeln“, so Osterburg. Hier geht es um den Kern der Altstadt. Da kann man nicht einen beliebigen Klotz hinstellen.

Helmuth Barth, Denkmalschutzverein.

„Wir sind daran interessiert, Denkmäler zu schützen“, sagt auch Arik Willner, SPD-Vizefraktionschef in der Bezirksversammlung Mitte. Grundsätzlich könne ein Abriss jedoch nicht verhindert werden. Dann gelte es dafür zu sorgen, dass „das, was entsteht, für die Allgemeinheit zuträglich ist“. Wenn es also keine Bedenken seitens der Fachbehörde gebe, fordere seine Partei öffentlich geförderten Wohnungsbau.

Aus der für Denkmalschutz zuständigen Kulturbehörde hieß es auf Abendblatt-Anfrage: Es werde gerade „in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt planerisch seriös und kon­struktiv die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit einer Umnutzung des Denkmals nach Auszug des Alleinnutzers Commerzbank untersucht“, so Sprecher Enno Isermann.

Allerdings ist der Brandschutz für das Gebäude so veraltet, dass die Commerzbank nach Abendblatt-Informationen nur noch bis Jahresende eine Betriebserlaubnis hat. Sollte die Modernisierung zu teuer werden, kann der Eigentümer auf wirtschaftliche Unzumutbarkeit plädieren und der Denkmalschutz kann aufgehoben werden. Die Antwort auf die Frage, ab wann der Erhalt eines Denkmals wirtschaftlich unzumutbar ist, blieb das Denkmalschutzamt dem Abendblatt schuldig.

Unterdessen muss die Bürgerschaft morgen über die Zukunft der City-Hochhäuser entscheiden. Die sollen auch trotz Denkmalschutzes abgerissen werden. Die Abgeordneten müssen am 2. März über die Anhandgabe der Immobilie an den Hamburger Projektentwickler Aug. Prien entscheiden.

© Hamburger Abendblatt, Samstag, 01.03.2016 von Friederike Ulrich, Ulrich Gassdorf

25. Januar 2016

Fachmarktzentrum: Bald rollen die Bagger

lesen

PLAN Baubeginn Mitte März, Parkplatz ab 15. Februar gesperrt

Usingen Plan

USINGEN – (red).

Nun rollen also die Bagger: Das Hamburger Unternehmen, Procom, Entwickler und Investor des neuen Fachmarktzentrums am Neuen Marktplatz, hat den Zeitplan für die nächsten Schritte mitgeteilt.

 

„Nach einer umfangreichen Planungsphase freuen wir uns, dass nun ab dem 15. Februar die ersten Vorbereitungen zum Bau des neuen Fachmarktzentrums anlaufen“, heißt es in der Erklärung von Oberbauleiter Rüdiger Fritsch. Zunächst soll das Grundstück vom sogenannten „Aufwuchs befreit werden“. Künftig sollen dort ein Edeka-Markt, Takko, die Drogerie dm, Deichmann, eine Apotheke, ein Frisör sowie ein Fitness- und Wellnessstudio entstehen.

Hierzu seien umfangreiche Bauarbeiten notwendig, so soll unter anderem die Einmündung zur Bahnhofstraße dem neuen Verkehrsaufkommen angepasst werden.

 

Der Parkplatz hinter dem Busbahnhof soll nun wegen der Grundstücksräumung ab Montag, 15. Februar, für circa eine Woche voll gesperrt werden. Die Untere Naturschutzbehörde hat laut Procom genehmigt, dass die Bäume, die auf dem Gelände noch stehen, gefällt werden dürfen. Bis zum Baubeginn kann der Parkplatz dann wieder genutzt werden.

 

Mit dem Baubeginn, der für Mitte März geplant ist, werde der komplette Bereich ab Einmündung Bahnhofstraße für circa 15 Monate zur Baustelle. Ab diesem Zeitpunkt wird auch die bestehende Bushaltestelle in die Bahnhofstraße verlegt. Procom und VHT wollen kurz vor Beginn der Bauarbeiten nochmals genauer über die Verkehrsänderungen berichten.

 

© Usinger-Anzeiger, Samstag, 23.01.2016

22. Januar 2016

Fachmarktzentrum am Neuen Marktplatz

lesen

Mit der Kettensäge geht’s nun los

Lange war’s still um das Fachmarktzentrum auf dem Neuen Marktplatz – und plötzlich geht alles ganz schnell. Am 15. Februar starten die Vorbereitungsarbeiten.

 

Usingen Plan
(Die Abbildung macht deutlich: In Richtung Bahnhofstraße (unten rechts) entstehen die Parkplätze, im Westen (links) wird der Edeka errichtet. Der Fachmarkt mit DM, Takko, Deichmann, Frisör und Apotheke kommen in den nördlichen Bau.)

 

Usingen
Das Hamburger Unternehmen Procom ist nicht gerade als Sitz großer Plaudertaschen bekannt, und auch die gestrige Mitteilung zum Start der Bauarbeiten am Neuen Marktplatz ist eher mager, war aber notwendig geworden, nachdem erste Infos durchgesickert waren (wir berichteten).

Nach einer umfangreichen Planungsphase „freuen wir uns, dass nun ab dem 15. Februar die ersten Vorbereitungen zum Bau des neuen Fachmarktzentrums anlaufen“, hieß es gestern. Zunächst solle das Grundstück vom Grün befreit werden, damit hier das geplante Fachmarktzentrum entstehen könne. „Künftig werden ein Edeka-Markt, drei Fachmärkte, eine Apotheke und ein Frisör, sowie ein Fitness- und Wellnessstudio das örtliche Angebot der Stadt bereichern.“

Die Verbindung vom Fachmarktzentrum zum Alten Marktplatz wird über eine behindertengerechte Brücke sichergestellt. Genau dafür sind umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich, beispielsweise wird die Einmündung zur Bahnhofstraße dem neuen Verkehrsaufkommen angepasst. „Deshalb muss ab dem 15. Februar für etwa eine Woche der jetzige Parkplatz hinter dem Busbahnhof wegen der Grundstücksfreimachung gesperrt erden.

Genehmigung erteilt

Die notwendige Genehmigung für die Baumfällungen wurde seitens der Unteren Naturschutzbehörde erteilt und liegt der Procom Unternehmensgruppe vor. Nach Abschluss dieser Arbeiten erfolgt bis zum Baubeginn eine Freigabe zur weiteren Nutzung des Parkplatzes.“

Mit dem Baubeginn, der für Mitte März geplant ist, wird der komplette Bereich ab der Einmündung der Bahnhofstraße für etwa 15 Monate zur Baustelle.

Ab diesem Zeitpunkt wird auch die bestehende Bushaltestelle in die Bahnhofstraße verlegt. Procom und VHT werden kurz vor Beginn der Baumaßnahmen nochmals genauer über die Änderungen der Verkehrsführung berichten.

 

© Taunus Zeitung, Freitag, 22.01.2016 von Andreas Burger

26. September 2015

Bensheim: Das Rex startet in eine neue Zukunft

lesen

Im Rampenlicht: Die Rex-Chefinnen Martina Wagner (li.) und Margit Gehrisch bei der Eröffnung des Musiktheaters am Donnerstag. © Lotz

 

Musiktheater: Am Donnerstag war Eröffnung mit Ehrengästen / Lob für den unternehmerischen Mut

 

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger

 

Bensheim. Mut zum unternehmerischen Risiko, eine große Portion Abenteuerlust und gute Nerven: Margit Gehrisch und Martina Wagner brauchten von allem etwas, um aus der abbruchreifen, aber denkmalgeschützten Güterhalle eine Location zu zaubern, die die Bensheimer Kulturlandschaft bereichern wird.

 

 

2012 bekam Margit Gehrisch von Procom, dem Investor des Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände, die erste Anfrage. Die Rex-Gründerin hatte sich gerade von ihrem Standort in Lorsch verabschiedet und hatte in der Promenadenstraße in Bensheim eine neue Bleibe gefunden. Das Interesse war vorhanden. „Schließlich habe ich 30 Jahre lang die Güterhalle verfallen sehen und immer gedacht: Da müsste man was draus machen.“

 

Jetzt hat sie zusammen mit Martina Wagner was draus gemacht. Eine Spielstätte für 600 Zuschauer in altem Gemäuer. Rustikaler Charme trifft auf satten Sound. „Ich bin froh, dass ich mit Margit ihr Baby weiterentwickeln und das Rex zum Rocken bringen kann“, freute sich Wagner. Der Auftakt am Donnerstag machte jedenfalls gleich Lust auf mehr.
Bürgermeister Rolf Richter sprach in seiner Begrüßung von einem „kulturellen Highlight mit Strahlkraft über die Grenzen Bensheims hinaus“. Er lobt die Leistung der Rex-Chefinnen. In Zeiten wie diesen könne eine Kommune sich ein solches Engagement selbst nicht leisten.

 

Der Rathauschef dankte außerdem Investor Procom für die Sanierung der Halle. Das mache zwar nicht den Streit vergessen, den man an anderer Stelle habe, spielte Richter auf den Leerstand im Fachmarktzentrum an. „Aber hier haben sie etwas Gutes für Bensheim getan.“ Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf würdigte als „Freund des Hauses“ den Mut der beiden Betreiberinnen. Das Rex habe sich zu Lorscher Zeiten einen bundesweiten Ruf erarbeitet. Die Neueröffnung in Bensheim sei gut und wichtig, um zu zeigen, wie vielfältig und bunt die kulturelle Landschaft in der Region ist.

 

Professor Dr. Monika Dobberstein als Vertreterin des Investors hatte einen „besonderen Festtag“ ausgemacht, der „uns Glücksmomente beschert“. Sie räumte ein, dass man zu Beginn des Großprojekts – wie andere Investoren vorher auch – mit dem Gedanken gespielt hätte, die Halle nicht zu erhalten. Dann sei man auf Margit Gehrisch getroffen und alles habe sich gefügt. Die Sanierung des Gebäudes sei keine Selbstverständlichkeit gewesen. Schließlich habe man hohe Auflagen der Denkmalschutzbehörde umsetzen müssen.

 

Dobberstein kündigte außerdem an, dass es für die Fassade des Edeka-Marktes an der Wormser Straße in Zusammenarbeit mit der Stadt einen Architektenwettbewerb gibt. Für die bisherige Lösung fing sich Procom harsche Kritik ein – auch weil sie nicht den ursprünglichen Plänen entsprach.

 

Mit den Streitigkeiten rund ums Fachmarktzentrum wollte sich im Rex aber niemand zu lange aufhalten. Schließlich standen am Donnerstag zwei Frauen und ihr neues Lebenswerk im Mittelpunkt.

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 26.09.2015

 

25. September 2015

Bensheim: Der letzte Mosaikstein am Güterbahnhof

lesen

Stadtentwicklung: Nach der Eröffnung des Aldi-Neubaus folgt der Abriss des alten Marktes / Direkte Verbindung zum Fachmarktzentrum

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger

Der neue Aldi-Markt an der Wormser Straße wurde gestern eröffnet. Das alte Gebäude in direkter Nachbarschaft wird abgerissen.

© Lotz

Bensheim. Die Entwicklung auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände geht in die abschließende Phase. Mit der Eröffnung des neuen Aldi-Markts am Donnerstag ist der Weg frei für den Abriss des bisherigen Gebäudes. „Am Dienstag rollen die Bagger“, erklärte Prokurist Nils Reithmann, Leiter der Filialentwicklung. Zwei Wochen sollen diese Arbeiten dauern, weitere vier Wochen werden benötigt, um auf der Fläche Parkplätze anzulegen und eine Durchfahrt zum benachbarten Fachmarktzentrum zu schaffen.

In Abstimmung mit der Stadt und Investor Procom hat der Discounter das Projekt umgesetzt. „Eine gute Lösung“, kommentierte Erster Stadtrat Helmut Sachwitz bei einem Ortstermin am Donnerstag. Seit knapp zehn Jahren beschäftigt sich Aldi bereits mit möglichen Veränderungen an der Wormser Straße. Solange allerdings nicht eindeutig geklärt war, wie das ehemalige Güterbahnhofgelände entwickelt wird, musste man die Umbauplanungen in der Schublade lassen.

„Wir sind eigentlich bestrebt, unsere Märkte alle zehn Jahre zu sanieren oder modernisieren“, sagte Reithmann. In Bensheim habe es aufgrund der Rahmenbedingungen etwas länger gedauert. 1991 eröffnete die Unternehmensgruppe am Standort, 1998 gab es eine Erweiterung. Jetzt folgte der Neubau, der innerhalb von acht Monaten realisiert werden konnte.

Auf 1330 Quadratmetern wird nun die Ware verkauft, eine deutliche Steigerung zu den bisherigen Verhältnissen. Die größere Fläche werde aber nicht dazu genutzt, mehr Artikel anzubieten. Das Konzept sieht eine geräumigere Präsentation und mehr Platz in den Gängen vor, so Prokurist Michael Ferdinand, Leiter des Verkaufs bei Aldi Süd.

Eine weitere Besonderheit stellt die Photovoltaikanlage dar. Die Leistung von 180 kWp reiche aus, um den kompletten Markt zu versorgen. Nach dem Abriss der alten Immobilie und der Umgestaltung der Außenanlage werden insgesamt 150 Parkplätze zur Verfügung stehen – zusätzlich zu den mehr als 370 auf dem Areal des Fachmarktzentrums.

„Es ist ein idealer Standort“, betonte Nils Reithmann auch mit Blick auf die Kundenzahlen. Die Eröffnung von Edeka und Co. nur ein paar Meter weiter dürfte für zusätzliche Impulse gesorgt haben. In anderen Städten habe man eine solche Kombination höchstens auf der grünen Wiese, freute sich Sachwitz.

Ein weiterer Mosaikstein, der in Zusammenhang mit den Investitionen auf dem früheren Güterbahnhofgelände steht, muss erst noch gelegt werden. Auf dem Grundstück des alten EKZ-Marktes an der Ecke Wormser Straße/Moselstraße soll Wohnbebauung entstehen. „Zurzeit laufen dort Schadstoffuntersuchungen. Danach sollte ein Exposé erstellt werden, mit dem man sich auf die Suche nach Investoren begeben kann“, erklärte der Erste Stadtrat. Einen Zeitplan gebe es noch nicht.

Die Verlagerung des Edeka-Marktes weiter Richtung Stadtmitte bildete bekanntlich das Kernstück des Großprojekts auf dem Güterbahnhof, in das nach Angaben von Procom 30 Millionen Euro flossen – einschließlich der Sanierung der denkmalgeschützten Güterhalle. Dort feierte das usiktheater Rex gestern Abend mit einem ersten Konzert Eröffnung (ausführlicher Bericht folgt).

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 25.09.2015